Nilgänse stammen, wie der Name schon sagt, ursprünglich aus Afrika. Als Gefangenschaftsflüchtlinge aus den Niederlanden und England breitet sich diese Art von West nach Ost aus.

1998 konnte die ersten Nilgansbrut in Hamburg nachgewiesen werden. Seitdem steigt der Bestand an. Doch Parkanlagen und städtische Gewässer wurden vorerst gemieden. Erstmals im Jahr 2013 konnte eine Nilgansbrut in einem Hamburger Park nachgewiesen werden: Am Öjendorfer See wurden 3 Nilgänse flügge.

2016 erfolgte dann die erste Brut in einer städtischen Parkanlage: Am Appelhoffweiher in Steilshoop.

Nilgänse können vorallem zur Brutzeit sehr territorial sein und dulden häufig keine anderen Wasservögel in Nestnähe. Anders als Graugänse bilden sie auch keine Brutkolonien. Anders als Graugänse lösen sich die Familienverbände bereits im Sommer auf, wenn der Nachwuchs flügge ist.

In Afrika ist die Nahrung häufig knapp, daher macht es dort Sinn als Nilgans andere Wasservögel als Nahrungskonkurrenten zu vertreiben. Zwischen Löwen, Krokodilen oder Flusspferden gelten dort ganz andere Gesetze. Dieses Verhalten ist angeboren und wird häufig auch in Deutschland "ausgelebt", obwohl es hier in der Regel genug Nahrung für alle gibt, bzw. Enten kaum Nahrungskonkurrenten für Nilgänse sind.

Nilgänse werden in Hamburg mit gelben Farbringen markiert. Die Daten der Nilgänse werden von Dr. Susanne Homma & Olaf Geiter gesammelt und bearbeitet.
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