Der Mensch hat in den letzten Jahrhunderten unsere Landschaft und damit die Lebensäume der Tiere
massiv verändert. Vieles wurde dabei zerstört. Die Graugans wurde in Deutschland durch diese
Zerstörungen in Verbindung mit der Jagd fast ausgerottet.

Einige Tierarten passten sich an. Darunter auch die Graugans, welche durch Wiederansiedlungsprojekte
wieder heimisch wurde.  Durch das Aussetzen von teilweise zahmen Gänsen wurden auch Städte wie
Hamburg besiedelt.

Es gibt kaum noch ungenutzte Flächen in unseren Breiten. Logisch dass Tiere sich nun auch auf
landwirtschaftlich genutzten Flächen und in Parks aufhalten - irgendwo müssen sie ja hin.
In manchen Gegenden werden Gänse dafür allerdings regelrecht gehasst.

Eine Graugans kann alt werden, doch bis dahin ist sie etlichen Gefahren ausgesetzt. Nur einzelne
Graugänse erreichen ein stolzes Alter von über 20 Jahren.

Neben natürlichen Feinden und Gefahren wie kalte Winter, Seeadler, Fuchs und andere Raubtiere sind Graugänse im Stadtgebiet vorallem durch freilaufende Hunde gefährdet. "Staatsfeind Nr. 1" ist aber letztendlich der Mensch, welcher diese Vogelart zum einen in den Parks füttert und sich an ihnen erfreut, sie außerhalb der Stadt aber zu tausenden abschießt.

Vielerorts haben Graugänse mit diverser Vergrämung zu kämpfen. Das geht von Menschen die Nester an Gewässern oder in ihren Gärten (auch illegal) zerstören, über Leute die gezielt ihre Hunde auf Gänse hetzen, Landwirte welche Silvesterraketen auf Gänsetrupps feuern, bis hin zum direkten Abschuss der Gänse durch Jäger und Hobbyschützen.