Gänse sind Gewohnheitstiere. Gänse welche im Alsterbereich aufgewachsen sind, kennen Schiffe und Boote von klein auf. Sie wissen, dass ihnen von den Booten keine Gefahr droht. Das Motorboot vom Schwanenvater kennen die Alstergänse allerdings "gans" genau, denn vom Schwanenvater werden verletzte Wasservögel und im Herbst die flugunfähigen Alsterschwäne eingefangen. Somit sorgt das Boot vom Schwanenwesen beim Auftauchen jedes Mal für "Angst und Schrecken" in der "Gänseszene".

An anderen Orten werden Gänse und andere Wasservögel von Booten bejagt, daher reagieren sie außerhalb der Stadt sehr scheu auf Boote. Das führt zu dem Problem, dass dann auch harmlose Segelboote etc. ungewollt Panik auslösen, weil die Wasservögel Boote als gefährlich eingestuft haben. So werden einige Gebiete ungewollt "entwertet.

Die Zutraulichkeit gegenüber Ruderbooten in der Stadt kann aber tödliche Folgen haben.

Gerade Küken werden zu oft von Ruderern übersehen und von Paddeln erschlagen. Junge Wasservögel können diese Gefahr oft noch nicht richtig einschätzen und kommen nicht schnell genug weg. Vorallem größere Ruderboote wie Achter stellen für Wasservogelfamilien eine Gefahr dar, wenn Familien nicht rechtzeitig vom Steuermann erkannt werden. Bei kleineren Ruderbooten ohne Steuermann wird es noch schwieriger auf das Gewässer zu achten, da man mit dem Rücken voran rudert. Auch ausgewachsene Gänse sind schon beim Versuch ihre Familie zu beschützen.unter die Paddel geraten.

Daher ist es vor allem im Frühling und Sommer wichtig, besonders rücksichtsvoll über die Alster zu rudern wenn die Wasservögel Nachwuchs führen.