Wenn der Standort schlecht gewählt wurde, können eigentlich umweltfreundliche Bauwerke zu wahren Todesfallen werden.

Vorallem in dichtem Nebel kommt es leider häufiger vor, dass Gänse gegen Überlandleitungen oder Windräder fliegen. Durch die schlechte Sicht können sie oft nicht mehr rechtzeitig ausweichen und stürzen dann meist tödlich ab, bzw. verenden beim Aufprall auf den Boden. Windräder können an ungünstigen Orten Vögel regelrecht "zerschreddern".

Daher ist beim Netzausbau und der Errichtung von Windkraftanlagen im Hinblick auf diese Gefahren äußerst wichtig, Zugwege nicht zu durchtrennen bzw. bestimmte Lebensräume durch solche Anlagen nicht zu entwerten um diesen sinnlosen Tod zu vermeiden. Da viele Vögel nach dem tödlichen Aufprall am Boden relativ schnell von Aasfressern wie Füchsen, Krähen, Mardern, Waschbären, Bussarde etc. "beseitigt" werden, findet man immer nur einen Bruchteil der verunglückten Vögel!

Dieser unsichtbare Tod betrifft alle Altersstufen der Graugänsen. Unter Überlandleitungen werden regelmäßig tote Gänse gefunden. Von unseren Hamburgern Einjährige, aber auch über 11-jährige.