In unseren Breiten fangen die ersten Gänse - je nach Witterung - im März, spätestens im April mit der Brut an. Nach etwa einem Monat schlüpfen die Küken (Gössel).

Graugänse legen 1 bis 10 Eier (meistens 4-6). Der Bruterfolg ist von Paar zu Paar unterschiedlich. Meist sind es junge Paare, welche größere Verluste oder sogar einen Totalverlust erleiden. Aber es gibt auch Paare, welche generell nur wenige Gössel erbrüten und andere, die immer mit viel Nachwuchs erscheinen.

Die Gänsefamilien sind nun auf ufernahe Grünflächen angewiesen, von denen sie bei Gefahr schnell auf das sichere Wasser flüchten können. Die Ufer müssen flach sein, damit der Nachwuchs zur Nahrungssuche an Land kommen kann.

Viele Küken = hoher Bruterfolg?

Nein, denn wie bei vielen anderen Wasservögeln auch ist der Verlust in den ersten Tagen am größten. Wirklich flügge wird nur ein Teil der Küken. Vor allem in den ersten Tagen lauern viele Fressfeinde auf den Gänsenachwuchs.
Bis Mitte Mai sind so gut wie alle Gössel geschlüpft. Mit rund zwei Monaten sind die Kleinen flügge und kaum noch von ihren Elten zu unterscheiden. Die jungen Gänse bleiben noch bis zum nächsten Frühjahr in ihrer Familie. Das "Piepsen" behalten sie bei, solange sie bei ihren Eltern sind.



Gans gemütlich